Pressestimmen

Mit Witz und betörender Leichtigkeit

Ohne Schlagzeug übernehmen Bassist Bründl, Pianist Rainer Böhn und Saxofonist Hugo Read gleichermaßen rhythmische, harmonische wie melodische Funktionen, kreieren so eine subtile, oft neoromantische und impressionistische Stimmung, in der sich Sängerin Nastja Volokotina sichtlich wohlfühlt mit ihren virtuosen, komplexen aber mit betörender Leichtigkeit vorgetragenen Modulationen. Die junge Frau aus Odessa greift dabei auf ukrainische und russische Volksliedmotive, Techniken bulgarischer oder aserbaidschanischer Vokalmusik und Naturpoesie zurück.

Detlef Kinsler, Frankfurter Neue Presse pdf

Rückkehr nach 25 Jahren

Thomas Cremer, Emil Mangelsdorff, Heinz Sauer, Annemarie Roelofs oder Wilson de Oliveira – sie alle und noch mehr Musiker spielten beim ersten Konzert der Jazz-Initiative Frankfurt im Titania. Zum Jubiläum stehen viele von ihnen wieder auf der Bühne. Kontrabassist Manfred Bründl war schon vor 25 Jahren dabei und präsentiert zum Jubiläum das Programm “Silent Bass new edition”.

Tim Gorbauch, Frankfurter Rundschau pdf

Entdeckungen

Manfred Bründl stellte die New Edition seines Silent Bass-Projektes vor. Nastja Volokitina bereicherte den kammermusikalischen Jazz mit wunderschönen russischen und ukrainischen Volksliedmotiven, vertonter estnischer Poesie, betörender Stimme und viel Charme. Eine echte Entdeckung.

Detlef Kinsler, Journal Frankfurt pdf

Enjoy Jazz Festival

[…] wenn sein Enjoy Jazz Auftritt ein Indiz war, dann sicherlich für die gewonnenen Erkenntnisse, alles subsumiert in Bründls unnachahmlichem Stil als Komponist, Bassist und Bandleader.

Das Faszinierendste an Bründls Auftritt mag gewesen sein – unabhängig vom zweifellos hohen Level auf dem er und seine Band agierten – wie sich seine Songs während des Konzerts beträchtlich entwickelten.

Ganz gleich, ob er geschmeidige Pizzicato-Linien, ätherische Flageoletts oder tiefe Arco-Linien ablieferte, verdeutlichte Bründl erneut, […] dass es nicht nur großartige Spieler sondern auch großartige Konzeptionalisten gibt.

John Kelman, allaboutjazz.com pdf

Manfred Bründl Quartett begeistert mit Hommage an Peter Trunk

Es gibt Musik, die lässt sich nicht in Worte fassen, allenfalls nur annähernd in ihrer Wirkung beschreiben. Dazu gehört unzweifelhaft, was Bassist Manfred Bründl, Saxofonist Hugo Read, Pianist Rainer Böhm und Drummer Jonas Burgwinkel ihrem Publikum – rund 70 Zuhören – in der Synagoge Wittlich kredenzen.
Der Titel des Programms “Tip Of The Tongue” sagt es ganz treffend: Da schimmern Ahnungen, Fragmente oder Motive durch, die auf der Zunge liegen, Eindrücke, die im Hirn nicht nur gespeichert, sondern Auslöser für kreative Prozesse sind.

Anke Emmerling, Volksfreund.de pdf

Gestern und heute

Da herrscht auch in puncto musikalischer Form souveräne Freizügigkeit, kann etwa Bebop-Rasanz zu Beginn eines Stücks umschlagen in lyrische Bedächtigkeit. Nichts davon wirkt aufgesetzt, entwickelt sich vielmehr selbstverständlich aus der Gruppenimprovisation, die den Namen verdient, weil alle Vier gleichrangig daran beteiligt sind.

Georg Spindler, Mannheimer Morgen pdf

Die Geburt eines großen Trios

Dass aber sein lang gehegter Wunsch, mit den beiden Granden des ostdeutschen Free Jazz Conny Bauer und Günter Baby Sommer im Trio aufzutreten, zu einem derartigen Glücksfalls würde, war im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten. […] Über ein kurzes, tastendes Zueinanderfinden im ersten Stück entwickelt sich der Abend zu einer abwechslungsreichen, hoch energetischen und eng verzahnten Sternstunde.

Ulrich Steinmetzger, Leipziger Volkszeitung pdf

Teamgeist ist mir wichtig

Unabhängig von Gestaltungsfreiräumen sollte aber die Komposition das Rückgrat einer Band bilden, als Inspirationsquelle fungieren, so dass solistische Leistungen sowie die damit verbundene Interaktion der Band stets der Farbpalette der Kompositionen dienen, um so zu einem möglichst unverwechselbaren und ganz individuellen Gesamtbild zu verschmelzen.

Manfred im Interview mit Georg Spindler, Mannheimer Morgen pdf

Vergessenen Stimmen Gehör verschaffen

Ich finde, dass es vergessene Stimmen gibt, die es wert sind, wieder Gehör zu finden, gerade auch, was den europäischen, den deutschen Jazz angeht. Es ist ein Zeichen unserer Zeit, dass es einen Hype um bestimmte Trends gibt. Dem etwas entgegenzusetzen, ein Bewusstsein zu schaffen für die europäischen Traditionen des Jazz, auch dafür ist – so scheint es mir – der SWR-Jazzpreis eine Anerkennung.

Manfred im Interview mit Juan Martin Koch, Mittelbayerische Zeitung pdf

SWR Jazzpreis 2012: Manfred Bründl

Seit 1981 wird der „SWR Jazzpreis“ jährlich verliehen. Preisträger 2012 ist der Kontrabassist Manfred Bründl […] Der differenzierte Umgang des Bassisten mit der Geschichte des deutschen Jazz hat die Jury vom „SWR Jazzpreis“ überzeugen können. In Gestalt von Trunks musikalischen Themen und Motiven werde diese Tradition durch klangvolle Arrangements des Kontrabassisten in die Gegenwart versetzt, so die Begründung.

C. Broecking, S. Franzen & M. Laurentius, Jazzthing pdf

Gelungene Hommage an Peter Trunk

Außerordentlich bemerkenswert ist “The Magical No. 7”. Manfred Bründl greift hier zur Abwechslung zum Bogen. Den führt er mit einem hohen Maß an Virtuosität, wodurch es ihm gelingt, seiner Komposition ein fast kammermusikalisch anmutendes Flair zu verpassen. Sein Vorbild hätte gewiss respektvoll den Hut gezogen.

Werner Jürgens, Jazzpodium 2/2012 pdf

Hochachtungsvoll, P.T.

Es folgen sensible, multiperspektivische Studien, die nichts Falsches tun: Sie rücken den Bassisten nicht in ein Scheinwerferlicht, in dem er auch sonst nicht steht, sondern reflektieren und würdigen seine Arbeit dort, wo er immer steht und wo er seinen Platz hat: an jenem unauffällig zentralen Ort, wo im Jazz die Fäden der Frontleute und der Rhythmus-Fraktion zusammenlaufen.

Hans-Jürgen Linke, FAZ, 19. Januar 2012 pdf

Jazz Live, DLF

Komplexität und Bodenhaftung, Hirn und Bauch – solche scheinbaren Gegensätze gehen wunderbar zusammen in der Musik des Bassisten Manfred Bründl. Das demonstriert er seit einigen Jahren mit seinem Quartett Silent Bass.

Sein ebenso anspruchsvolles wie publikumswirksames Konzept stellt Bründl nun in den Dienst einer Hommage – und die gilt keinem Geringeren als seinem bereits 1973 tödlich verunglückten Instrumentalkollegen Peter Trunk. Er sei von Trunks musikalischer Offenheit und Neugier fasziniert, von dessen technischer Präzision, den vielen Klangnuancen seines Tons, dem kraftvollen und energiereichen Spiel, sagt Manfred Bründl.

Eigenschaften, die man guten Gewissens auch ihm selbst attestieren kann, was nach dem Hören seiner neuen CD „Tip Of The Tongue“ jedem klar sein dürfte. Jedem, der sich nicht nur an den Bassvirtuositäten des Bandleaders erfreuen kann, sondern auch an den geradezu traumhaften Pianoexplorationen von Rainer Böhm, den perkussiven Klangmalereien von Jonas Burgwinkel und den unter die Haut gehenden Linien des Saxofonisten Hugo Read.

Harald Rehmann, Deutschlandfunk, 9. Januar 2012

Sich an die Zukunft erinnern

Bründls Kompositionen sind kein Jazz mehr im alten Sinn, es sind hoch verdichtete, raffinierte Kompositionen mit obligaten Improvisationsphasen für klassisch besetztes Jazzquartett. Sie betreiben praktisches Erinnern an eine Entwicklung, deren Teil Bründl selbst geworden ist. Sie spannen die Musiker ein in einen Prozess der hellwachen Bewusstheit dessen, was sie tun. So entsteht ein aktuelles, umfassend satisfaktionsfähiges Bild vom Jazz.

Hans-Jürgen Linke, Frankfurter Rundschau, 19. November 2011 pdf

Konzertbericht: Altes Pfandhaus, Köln, 18.11.2011

Die Musik balancierte immer auf jenem schmalen Grad zwischen Genie und Wahnsinn, stürzte dabei aber selbst in den verrücktesten Momenten nie ab. Der Begriff “Wahnsinn” ist in diesem Zusammenhang ganz eindeutig positiv zu werten!

Wolfgang Weitzdörfer, suite101.de, 18. November 2011 pdf

Das fast vergessene Genie

Die ganze Klangatmosphäre der aufregenden sechziger Jahre schimmert durch jedes Arrangement. Und dennoch wird alles in einen klangvoll eigenen musikalischen Kontext gestellt und bestätigt damit die beste Tradition des Jazz, nämlich jene, in der große Musiker der Vergangenheit große Musiker der Gegenwart inspirieren.

Wolfgang Sandner, FAZ, 17. November 2011 pdf

Wie stille Bässe dennoch wirken

Ein gedankenvolles Spiel mit Themen und Antworten, mit Aktionen und Reaktionen. Und wer von den Hörern gut hören kann, wird das musikalische „Gespräch“ der Vier genießen, und sich emotional daran beteiligen können.

Wolfgang Renner, Kulturjournal Mittelthüringen, 06-2011 pdf

Eine CD »wider das Vergessen«

Erstaunlich ist, welche Wichtigkeit Trunk als Instrumentalist und Persönlichkeit zugeschrieben wird und wie wenig er tatsächlich präsent ist in die Jazz-“Geschichtsschreibung”. Andererseits lassen sich eine Menge Zitate relevanter Zeitgenossen wie Attila Zoller, Joachim Ernst Berendt und Michael Naura über ihn finden – eigentlich ein phänomenaler Widerspruch?

Detlef Kinsler, Journal Frankfurt, 8. November 2011 pdf

Bassiger Geschmack auf der Zungenspitze

Manfred Bründl nähert sich Trunk als Nachgeborener, als einer, der sich der Traditionen des hiesigen Jazz bewusst ist, ohne sie einfach zu kopieren. Er schreibt in elf Eigenkompositionen wie in einem Palimpsest die Geschichte weiter. Dazu hat er Archive durchforstet, Kontakt mit Hinterbliebenen aufgenommen, das Gefundene gedreht und gewendet und in sich reifen lassen. Die Hinterlassenschaft Trunks war für ihn wie ein Geschmack auf der Zungenspitze, eine irgendwie präsente Erinnerung, um deren Vergewisserung und Neubestimmung es ihm ging.

Was Bründl mit seinem idealen Quartett vorlegt, ist ein ausgewogenes, nuancenreiches, von Vitalität durchzogenes Statement von heute, ein Update des Trunkschen Erbes, wenn man so will … eine Hommage, die weit mehr ist als ein Ankerwerfen im Gestern.

Ulrich Steinmetzger, Thüringer Allgemeine, 6. November 2011 pdf

Seelen Verwandt

Eigentlich ist Manfred Bründl ein Seelenverwandter Peter Trunks. Auch er ist musikalisch nie stehen geblieben, hat stets seine Fühler ausgestreckt, hat sich weitergebildet und sich in immer neue Konstellationen gestürzt.

Ssirus W. Pakzad, BassQuarterly, 6/2011 pdf

Tip of the Tongue

Und so ist das gesamte Album als ein Werk gegen die Schnelllebigkeit einer angeblich modernen Medienwelt, die ihren Entstehungsprozess zu vergessen sucht, zu verstehen.

Markus Fritsch, BassQuarterly, 6/2011 pdf

Tip of the Tongue

Die Rolle des Bassisten besteht dabei nicht in erster Linie in solistischer Profilierung, sondern zeichnet sich aus durch integrative Kraft, Substanz und Energie. Rainer Böhm, Jonas Burgwinkel und Hugo Read begleiten Bründl auf seiner Spurensuche, die – ganz im Sinne des immer wachen Geistes des Geehrten – das Erbe nicht allein hebt und zu verwalten sucht, sonder sehr bewusst ins heute überträgt.

Tobias Böcker, Jazzzeitung, Nr. 5/2011 pdf

Es liegt mir auf der Zunge

Wie viel gerade deutsche Bassisten der legendären Gestalt Peter Trunk zu verdanken haben, ist vielleicht etwas in Vergessenheit geraten. Grund genug mit dem neuen Album „Tip Of The Tongue“ Tribut zu zollen. Lediglich sein Musik zu spielen, war aber nicht Bründls Anliegen. „Das Album […] geht von Bildern und Anekdoten aus.“ Rätselfreunde können sich nun auf die Suche nach direkten Zitaten begeben, aber „Tip Of The Tongue“ ist auch ohne dieses Wissen ein wunderschönes Album.

Rolf Thomas, Jazzthing, Ausgabe 91 pdf

Der Trunk-Suche verfallen

„Irgendwie bin ich bei ihm als schillerndste Persönlichkeit von allen, ob als Musiker oder Mensch, hängen geblieben“, erzählt Bründl von der 1936 in Frankfurt geborene, aber schon 1973 in New York verstorbene Peter Trunk. „Fast als einziger hat er auch solistisch brilliert und war eine wirkliche Ausnahmeerscheinung.“

Detlef Kinsler, Journal Frankfurt 24 | 11 pdf

Hommage an einen großen Bassisten

Der Weimarer Jazz-Professor und Bassist Manfred Bründl setzt mit seiner neuen CD „Tip of the Tongue“ ein Erinnerungszeichen für Peter Trunk. In eigenen Kompositionen greift er dessen Themen und Improvisationen auf, zitiert sie und entwickelt sie fantasievoll weiter. Gemeinsam mit seinem Ensemble „Silent Bass“ bringt er die Farben zum Strahlen: in dem aufregenden, treibenden Rhythmus des Titelstücks „Tip of the Tongue“, in Hugo Reads mal flirrenden, mal elegischen Saxofon-Soli, in den mit feinem Pinsel getuschten Klavierpassagen und im perkussiven Spiel des Schlagzeugers Jonas Burgwinkel.

Frauke Adrians, Thüringer Allgemeine, 7. Oktober 2011 pdf

Bründl und die magische Sieben

In seinen Kompositionen verarbeitet Manfred Bründl Fragmente von Originalthemen und Improvisationen Trunks, lässt sich aber auch von fotografischen Eindrücken und Zeitdokumenten inspirieren. Dies geschieht auf so mannigfaltige Art und Weise, dass die Musiker die magische Sieben … noch schneller hinter sich lassen, als man „kulturelles Gedächtnis“ sagen kann!

BNN Karlsruhe, 12. November 2010 pdf

Ruhender Pol

Bründl, der 51-jährige Chef des Geschehens, ist stets der ruhende Pol seines beachtlichen Quartetts. Es überzeugte jenseits aller Moden durch intensive Interaktionen und viel Spielfreude, was letztendlich lebendigen Jazz ausmacht. Lang anhaltender Applaus zum Auftakt des Freiburger Jazzfestivals.

Reiner Kobe, Badische Zeitung, 11. November 2010 pdf

Roter Faden

Orangerot, Scharlachrot, Zinnoberrot, Permanentrot, Feuerrot, Mittelrot, Hochrot, Blutrot, Weinrot, Braunrot. So viele Rottöne kennt das Lexikon. Einige davon hat der deutsche Bassist Manfred Bründl für seine neue CD „Crosshatched“ zu einem roten Faden verwoben, der durch die Stadt Ghadames führt, ins estnische Baltikum und zum Fuße des Vesuv. Dass es dabei zwischen unwirsch, derb und sanft wechselt, ist durchaus Bründls Absicht.

Angela Ballhorn, Jazzthetik, November 2008 pdf

Bravo-Rufe schallen durch den Saal

Das Publikum in der vollbesetzten Kolvenburg war begeistert […] Zu Gast war „Silent Bass“ mit Professor Manfred Bründl aus Weimar. Mit Hugo Read (Alt- und Sopransaxofon), Achim Kaufmann (Klavier) und Jonas Burgwinkel (Schlagzeug) waren erstklassige Musiker um ihn herum. Als Stargast brachten sie Liisi Koikson aus Estland mit.

Manfred van Os, Billerbecker Anzeiger, 10. Oktober 2008 pdf

In der Stille liegt die Kraft

In Sachen Spielwitz steht der in Weimar lebende Manfred Bründl seinen Bass-Kollegen in nichts nach. Kompositorisch geht er einen andere Weg. Seine Stücke sind weniger auskomponiert, lassen mehr Raum, vor allem für risikofreudige Free-Jazz-Elemente. […]
Genau das macht den Reiz aus – eine paradoxe Mischung aus Zurückgenommenheit und Energie, die Kraft aus der scheinbaren Stille.

Christian Hoesch, FAZ, 13. September 2008 pdf

Crosshatched

Estnische Poesie ist sicher nichts, was man jeden Tag zu hören bekommt. Auf dieser CD hat’s gleich eine ganze Menge davon, denn der Bassist Manfred Bründl hat die Gedichte der estnischen Lyrikerin Kristiina Ehin vertont und lässt sie von Liisi Koikson singen.

Rolf Thomas, Jazzthing, Juli/August 2008 pdf

Silentium – Jazz!

Man spürt, dieses vorzüglich aufeinander abgestimmte prächtig harmonierende Quartett braucht die Bühne. Vielleicht sind sie da oder jetzt überhaupt weniger rational, strukturell, konstruktiv, ist mehr Melodie- und Harmoniegewinn im Spiel, kurz: mehr Rückbesinnung auf die Zukunft!

Eberhard Neumeyer, Thüringer Allgemeine, 12. Oktober 2007 pdf

Die Kunst des Weglassens

Es gibt ein altes Schwarzweiß-Foto von Manfred Bründl und seinem Bass. Er schmiegt sich an ihn, die Augen geschlossen, den Kopf leicht schräg an eine der hölzernen Schultern des Instruments gelehnt, scheint er ganz tief hineinzuhören in die Töne …

Manfred Sauerer, Jazzzeitung, Juni 2006 pdf

Profession: Bühnentier

‘File: Jazz’ steht auf der CD-Hülle, damit das mal klar ist, und dagegen ist wenig einzuwenden. Außer vielleicht, dass Jazz inzwischen natürlich und erfreulicherweise ein großes, weites Wort ist für einen enormen stilistischen Einzugsbereich und für vielgestaltige Traditionsprozesse …

Hans-Jürgen Linke, Jazzthetik, Juni 2006 pdf

Eine imponierende Rückkehr – Manfred Bründl

Franz Liszt war es, der die Idee hatte von einer Musikschule, die über das Gefügte hinausweisen sollte. Heute trägt sie seinen Namen und steht mitten im klassischen Revier zu Weimar, dort wo Bildungsbürger und Kulturtouristen an der Route ihres Baedeker entlang schnüren …

Jazzpodium, Mai 2006 pdf

Manfred Bründl's Silent Bass – Respect

Wenn ein Bandleader, der Bass spielt, seine Gruppe “Silent Bass” nennt, und zugleich extrovertierte und expressive Mitmusiker um sich schart, dann zeugt dies von Souveränität und Einfühlsamkeit gleichzeitig. Dem Bassisten Manfred Bründl ist beides zueigen.

The JazzPages, Mai 2006 pdf

Albert Mangelsdorff

Ich habe Manfred durch unser gemeinsames Musizieren in verschiedenen Konstellationen als einen versierten Kontrabassisten, Bandleader und Komponisten schätzen gelernt.

Seine intuitiven improvisatorischen Fähigkeiten, präzise Rhythmik, sichere Intonation, sein Einfallsreichtum, seine stilistische Flexibilität zwischen zeitgenössischem Mainstream und Avantgarde, und seine persönliche Integrität machen ihn zu einem begehrten Mitspieler.

Albert Mangelsdorff

Prof. Dr. Ekkehard Jost

In Zusammenarbeit mit herausragenden Musikerpersönlichkeiten wie Albert Mangelsdorff, Tomasz Stanko, Barry Altschul, Charlie Mariano, u.a. profilierte sich Manfred Bründl als international anerkannter Künstler, dessen kreative Fähigkeiten als improvisierender Musiker ebenso hoch geschätzt werden wie seine Arbeiten als Komponist.

Prof. Dr. Ekkehard Jost

Frankfurter Allgemeine

Er ist ein großartiger Jazzmusiker, einer, der sich nicht in die vorderste Reihe drängt, das widerstrebt seinem Naturell. Aber er gehört zweifellos dorthin.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Harald Rehmann, Deutschlandfunk

Wahre Jazzkreative geben sich nie mit ihrem bisher Erreichten zufrieden, sondern forschen unablässig nach Erweiterung ihrer musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten. So auch der Kontrabassist Manfred Bründl. Hatte er mit seinem Quartett “Silent Bass” zuvor noch eine komplexe, vielschichtige und zum großen Teil an zwölftonalen Strukturen orientierte Kompositorik an den Tag gelegt, so sorgte er letzten Herbst für eine Überraschung – mit einem Album, mit dem Bründl weit in den Bereich treibender “Grooves” hineingeht.

Das liegt nicht nur daran, dass Achim Kaufmann neben dem Flügel das gute alte Fender Rhodes E-Piano spielt. Auch Saxophonist Hugo Read gibt sich in seinen intensiven Soli geradezu dionysisch. Der Vierte im Bunde von “Silent Bass” ist kein Geringerer als Jonas Burgwinkel, der in allen perkussiven Kontexten versierte Shooting Star unter den deutschen Jazzschlagzeugern. Aus den stilistischen Schnittfeldern und Reibungsflächen ergeben sich hier jedenfalls zahlreiche Überraschungsmomente und Reizpunkte.

Harald Rehmann, Deutschlandfunk

Jazzthetik

Entstanden ist etwas wie ein Zyklus diesseitiger Sakralmusik, ein spiritueller Entwurf voller Gedanken an und über eine bessere Welt. Keine jugendlich-kühnen Utopien, sondern eine Sammlung lange gereifter Gedankengänge, die nachzuvollziehen die Musik mit ihrer Verbindung aus individueller Präsenz und Perfektion einlädt.

Jazzthetik

Jazzpodium

Das ist ausgesprochen klug konzipiert, durchaus auf Risiko gespielt, hat Power und kühne Komplexität. Weil die Musiker viel Spaß am Spiel haben, behält das eine überspringende Vitalität, die nicht nach Kopfgeburt klingt, sondern frisch, unverbraucht und nuanciert.

Jazzpodium

Jazz-Zeitung

Bründl scheint ganz tief hineinzuhören in die Töne, die seine Finger gerade dem Bauch des Basses entlocken, die jedem einzelnen davon Raum und Persönlichkeit geben, indem sie andere weg lassen, weil diese nur die Kraft der wichtigen Töne schmälern würden. Die Kunst des Weglassens.

Jazz-Zeitung

The Jazz Pages

Wenn ein Bandleader, der Bass spielt, seine Gruppe SILENT BASS nennt, und zugleich extrovertierte und expressive Musiker um sich schart, dann zeugt dies von Souveränität und Einfühlsamkeit gleichermaßen. Dem Bassisten Manfred Bründl ist beides zueigen.

The Jazz Pages

Respect

An incredible mixture of styles and feels that will be of interest to any serious listener. Manfred Brundl has put together a really exciting project that covers the gamut of jazz today with an excellent band.

David Liebman

Respect

A set of intriguing compositions with masterful and beautifully interactive playing from the whole group.

Norma Winstone

Tomasz Stańko

I recommend this CD. There is a lot to listen to!

Tomasz Stańko

Crosshatched

Manfred Bruendl signs here an original record where the watchwords are: research, expressivity, radicalism.

Behind his double bass or through his writing, he succeeds in creating spaces that captivate us by their expressive power and their contemporary colours. These spaces are often centred mostly on tension as well as on an asserted and natural anti-routine willpower.

In his humble and generous role of the bass player serving the group and with the authority of the great ones, he leads with precision and sensitivity musicians that, like him, know how “to tell” but, for this path, choose the healthy questioning of the creator as to what is indispensable and what is superfluous. Intelligent. Deep.

Riccardo del Fra, Paris, December 2005

Albert Mangelsdorff

I got to appreciate Manfred as a very versatile bass player, band leader and composer by playing together with him in various bands. His intuitive improvisational abilities, precise feeling for rhythm, good intonation, creativity, stylistic flexibility between contemporary mainstream and avant-garde as well as his personal integrity make him a popular player.

Albert Mangelsdorff