Pressestimmen

Das fast vergessene Genie

Die ganze Klangatmosphäre der aufregenden sechziger Jahre schimmert durch jedes Arrangement. Und dennoch wird alles in einen klangvoll eigenen musikalischen Kontext gestellt und bestätigt damit die beste Tradition des Jazz, nämlich jene, in der große Musiker der Vergangenheit große Musiker der Gegenwart inspirieren.

Wolfgang Sandner, FAZ, 17. November 2011 pdf

Gelungene Hommage an Peter Trunk

Außerordentlich bemerkenswert ist “The Magical No. 7”. Manfred Bründl greift hier zur Abwechslung zum Bogen. Den führt er mit einem hohen Maß an Virtuosität, wodurch es ihm gelingt, seiner Komposition ein fast kammermusikalisch anmutendes Flair zu verpassen. Sein Vorbild hätte gewiss respektvoll den Hut gezogen.

Werner Jürgens, Jazzpodium 2/2012 pdf

Hochachtungsvoll, P.T.

Es folgen sensible, multiperspektivische Studien, die nichts Falsches tun: Sie rücken den Bassisten nicht in ein Scheinwerferlicht, in dem er auch sonst nicht steht, sondern reflektieren und würdigen seine Arbeit dort, wo er immer steht und wo er seinen Platz hat: an jenem unauffällig zentralen Ort, wo im Jazz die Fäden der Frontleute und der Rhythmus-Fraktion zusammenlaufen.

Hans-Jürgen Linke, FAZ, 19. Januar 2012 pdf

Schönheit und Vitalität

Was die vier Akteure verbindet: jeder ist auf seine Art ein Klangmaler. Gemeinsam spielen sie eine Musik, die hochanspruchsvoll gestaltet, aber nicht kopflastig ist, die voller Interaktion und Spannung steckt, aber immer mit packendem Groove garniert wird.

Zwischen elegischer Schönheit und ästhetischer Vitalität erzeugt das Quartett eine spannungsgeladene aktuelle Jazzmusik, die zwar mit viel Tradition behaftet ist, aber in erster Linie durchzogen ist voller inspirierter Eigenständigkeit.

Friedhelm Schulz, Südkurier, 29. November 2011 pdf

Sich an die Zukunft erinnern

Bründls Kompositionen sind kein Jazz mehr im alten Sinn, es sind hoch verdichtete, raffinierte Kompositionen mit obligaten Improvisationsphasen für klassisch besetztes Jazzquartett. Sie betreiben praktisches Erinnern an eine Entwicklung, deren Teil Bründl selbst geworden ist. Sie spannen die Musiker ein in einen Prozess der hellwachen Bewusstheit dessen, was sie tun. So entsteht ein aktuelles, umfassend satisfaktionsfähiges Bild vom Jazz.

Hans-Jürgen Linke, Frankfurter Rundschau, 19. November 2011 pdf

Konzertbericht: Altes Pfandhaus, Köln, 18.11.2011

Die Musik balancierte immer auf jenem schmalen Grad zwischen Genie und Wahnsinn, stürzte dabei aber selbst in den verrücktesten Momenten nie ab. Der Begriff “Wahnsinn” ist in diesem Zusammenhang ganz eindeutig positiv zu werten!

Wolfgang Weitzdörfer, suite101.de, 18. November 2011 pdf

Wie stille Bässe dennoch wirken

Ein gedankenvolles Spiel mit Themen und Antworten, mit Aktionen und Reaktionen. Und wer von den Hörern gut hören kann, wird das musikalische „Gespräch“ der Vier genießen, und sich emotional daran beteiligen können.

Wolfgang Renner, Kulturjournal Mittelthüringen, 06-2011 pdf

Eine CD »wider das Vergessen«

Erstaunlich ist, welche Wichtigkeit Trunk als Instrumentalist und Persönlichkeit zugeschrieben wird und wie wenig er tatsächlich präsent ist in die Jazz-“Geschichtsschreibung”. Andererseits lassen sich eine Menge Zitate relevanter Zeitgenossen wie Attila Zoller, Joachim Ernst Berendt und Michael Naura über ihn finden – eigentlich ein phänomenaler Widerspruch?

Detlef Kinsler, Journal Frankfurt, 8. November 2011 pdf

Bassiger Geschmack auf der Zungenspitze

Manfred Bründl nähert sich Trunk als Nachgeborener, als einer, der sich der Traditionen des hiesigen Jazz bewusst ist, ohne sie einfach zu kopieren. Er schreibt in elf Eigenkompositionen wie in einem Palimpsest die Geschichte weiter. Dazu hat er Archive durchforstet, Kontakt mit Hinterbliebenen aufgenommen, das Gefundene gedreht und gewendet und in sich reifen lassen. Die Hinterlassenschaft Trunks war für ihn wie ein Geschmack auf der Zungenspitze, eine irgendwie präsente Erinnerung, um deren Vergewisserung und Neubestimmung es ihm ging.

Was Bründl mit seinem idealen Quartett vorlegt, ist ein ausgewogenes, nuancenreiches, von Vitalität durchzogenes Statement von heute, ein Update des Trunkschen Erbes, wenn man so will … eine Hommage, die weit mehr ist als ein Ankerwerfen im Gestern.

Ulrich Steinmetzger, Thüringer Allgemeine, 6. November 2011 pdf

Seelen Verwandt

Eigentlich ist Manfred Bründl ein Seelenverwandter Peter Trunks. Auch er ist musikalisch nie stehen geblieben, hat stets seine Fühler ausgestreckt, hat sich weitergebildet und sich in immer neue Konstellationen gestürzt.

Ssirus W. Pakzad, BassQuarterly, 6/2011 pdf

Tip of the Tongue

Und so ist das gesamte Album als ein Werk gegen die Schnelllebigkeit einer angeblich modernen Medienwelt, die ihren Entstehungsprozess zu vergessen sucht, zu verstehen.

Markus Fritsch, BassQuarterly, 6/2011 pdf

Tip of the Tongue

Die Rolle des Bassisten besteht dabei nicht in erster Linie in solistischer Profilierung, sondern zeichnet sich aus durch integrative Kraft, Substanz und Energie. Rainer Böhm, Jonas Burgwinkel und Hugo Read begleiten Bründl auf seiner Spurensuche, die – ganz im Sinne des immer wachen Geistes des Geehrten – das Erbe nicht allein hebt und zu verwalten sucht, sonder sehr bewusst ins heute überträgt.

Tobias Böcker, Jazzzeitung, Nr. 5/2011 pdf

Es liegt mir auf der Zunge

Wie viel gerade deutsche Bassisten der legendären Gestalt Peter Trunk zu verdanken haben, ist vielleicht etwas in Vergessenheit geraten. Grund genug mit dem neuen Album „Tip Of The Tongue“ Tribut zu zollen. Lediglich sein Musik zu spielen, war aber nicht Bründls Anliegen. „Das Album […] geht von Bildern und Anekdoten aus.“ Rätselfreunde können sich nun auf die Suche nach direkten Zitaten begeben, aber „Tip Of The Tongue“ ist auch ohne dieses Wissen ein wunderschönes Album.

Rolf Thomas, Jazzthing, Ausgabe 91 pdf

Der Trunk-Suche verfallen

„Irgendwie bin ich bei ihm als schillerndste Persönlichkeit von allen, ob als Musiker oder Mensch, hängen geblieben“, erzählt Bründl von der 1936 in Frankfurt geborene, aber schon 1973 in New York verstorbene Peter Trunk. „Fast als einziger hat er auch solistisch brilliert und war eine wirkliche Ausnahmeerscheinung.“

Detlef Kinsler, Journal Frankfurt 24 | 11 pdf

Hommage an einen großen Bassisten

Der Weimarer Jazz-Professor und Bassist Manfred Bründl setzt mit seiner neuen CD „Tip of the Tongue“ ein Erinnerungszeichen für Peter Trunk. In eigenen Kompositionen greift er dessen Themen und Improvisationen auf, zitiert sie und entwickelt sie fantasievoll weiter. Gemeinsam mit seinem Ensemble „Silent Bass“ bringt er die Farben zum Strahlen: in dem aufregenden, treibenden Rhythmus des Titelstücks „Tip of the Tongue“, in Hugo Reads mal flirrenden, mal elegischen Saxofon-Soli, in den mit feinem Pinsel getuschten Klavierpassagen und im perkussiven Spiel des Schlagzeugers Jonas Burgwinkel.

Frauke Adrians, Thüringer Allgemeine, 7. Oktober 2011 pdf

Bründl und die magische Sieben

In seinen Kompositionen verarbeitet Manfred Bründl Fragmente von Originalthemen und Improvisationen Trunks, lässt sich aber auch von fotografischen Eindrücken und Zeitdokumenten inspirieren. Dies geschieht auf so mannigfaltige Art und Weise, dass die Musiker die magische Sieben … noch schneller hinter sich lassen, als man „kulturelles Gedächtnis“ sagen kann!

BNN Karlsruhe, 12. November 2010 pdf

Ruhender Pol

Bründl, der 51-jährige Chef des Geschehens, ist stets der ruhende Pol seines beachtlichen Quartetts. Es überzeugte jenseits aller Moden durch intensive Interaktionen und viel Spielfreude, was letztendlich lebendigen Jazz ausmacht. Lang anhaltender Applaus zum Auftakt des Freiburger Jazzfestivals.

Reiner Kobe, Badische Zeitung, 11. November 2010 pdf

Roter Faden

Orangerot, Scharlachrot, Zinnoberrot, Permanentrot, Feuerrot, Mittelrot, Hochrot, Blutrot, Weinrot, Braunrot. So viele Rottöne kennt das Lexikon. Einige davon hat der deutsche Bassist Manfred Bründl für seine neue CD „Crosshatched“ zu einem roten Faden verwoben, der durch die Stadt Ghadames führt, ins estnische Baltikum und zum Fuße des Vesuv. Dass es dabei zwischen unwirsch, derb und sanft wechselt, ist durchaus Bründls Absicht.

Angela Ballhorn, Jazzthetik, November 2008 pdf

Kunst-Assoziationen musikalisch verkreuzt

Die Themen auf „Crosshatched” sind oft fein ziseliert, verästelt. Liebliches steht neben Unwirschem in der Abfolge der Stücke. Free Jazz, Jazzrock, Bebop und noch viel mehr kann in dieser Musik anklingen, Aber der direkte Vergleich zu etwaigen Vorbildern fällt schwer. […] Durch den Gastsolisten Kiisi Koikson, die junge Gesangstar aus Estland, und Wolfgang Schlüter, der Grand Old Man deutscher Jazzgeschichte, gewinnt Crosshatched” extra Aufmerksamkeit.

Genau auf diese Vielschichtigkeit der Referenzen spielt auch der Albumtitel „Crosshatched“ an, der ein Kreuzmuster benennt: Das Verkreuzen und Vernetzen von Assoziationen aus einem reichen kulturellen Fundus.

Frithjof Strauß, Jazzpodium, 11-2008 pdf

Bravo-Rufe schallen durch den Saal

Das Publikum in der vollbesetzten Kolvenburg war begeistert […] Zu Gast war „Silent Bass“ mit Professor Manfred Bründl aus Weimar. Mit Hugo Read (Alt- und Sopransaxofon), Achim Kaufmann (Klavier) und Jonas Burgwinkel (Schlagzeug) waren erstklassige Musiker um ihn herum. Als Stargast brachten sie Liisi Koikson aus Estland mit.

Manfred van Os, Billerbecker Anzeiger, 10. Oktober 2008 pdf

In der Stille liegt die Kraft

In Sachen Spielwitz steht der in Weimar lebende Manfred Bründl seinen Bass-Kollegen in nichts nach. Kompositorisch geht er einen andere Weg. Seine Stücke sind weniger auskomponiert, lassen mehr Raum, vor allem für risikofreudige Free-Jazz-Elemente. […]
Genau das macht den Reiz aus – eine paradoxe Mischung aus Zurückgenommenheit und Energie, die Kraft aus der scheinbaren Stille.

Christian Hoesch, FAZ, 13. September 2008 pdf

Finale bei Jazz im Palmengarten

Der Bass marschierte gerade so, als habe Bründl früher auch mal Blues gespielt. Aber es bleibt nicht allein bei dieser eher forschen Variante, denn Hugo Read an den Saxophonen vermag wunderbar lyrisch zu spielen und auch Achim Kaufmann am Flügel ist für subtile Töne gut. Das ist eine Ausdrucksform des Quartetts, zu dem noch der junge wie einfallsreiche Drummer Jonas Burgwinkel gehört, die andere ist eine fast „frei Form“, die allerdings noch weit entfernt ist vom Free Jazz weil immer noch harmonisch und irgendwie strukturiert.

Detlef Kinsler, Journal Frankfurt, 5. September 2008 pdf

Crosshatched

Estnische Poesie ist sicher nichts, was man jeden Tag zu hören bekommt. Auf dieser CD hat’s gleich eine ganze Menge davon, denn der Bassist Manfred Bründl hat die Gedichte der estnischen Lyrikerin Kristiina Ehin vertont und lässt sie von Liisi Koikson singen.

Rolf Thomas, Jazzthing, Juli/August 2008 pdf

Silentium – Jazz!

Man spürt, dieses vorzüglich aufeinander abgestimmte prächtig harmonierende Quartett braucht die Bühne. Vielleicht sind sie da oder jetzt überhaupt weniger rational, strukturell, konstruktiv, ist mehr Melodie- und Harmoniegewinn im Spiel, kurz: mehr Rückbesinnung auf die Zukunft!

Eberhard Neumeyer, Thüringer Allgemeine, 12. Oktober 2007 pdf

Manfred Bründl – Praenomen est omen

Manchmal, da gleicht der ganze Jazz einer Bastion. Selbst- und traditionsbewusst, wehrhaft und vital, unbeirrbar und unzugänglich. Dich die Schlacht um die schönen Künste tobt längst woanders …

Reinhard Köchl, Jazzthing, Juni-August 2006 pdf

Die Kunst des Weglassens

Es gibt ein altes Schwarzweiß-Foto von Manfred Bründl und seinem Bass. Er schmiegt sich an ihn, die Augen geschlossen, den Kopf leicht schräg an eine der hölzernen Schultern des Instruments gelehnt, scheint er ganz tief hineinzuhören in die Töne …

Manfred Sauerer, Jazzzeitung, Juni 2006 pdf

Profession: Bühnentier

‘File: Jazz’ steht auf der CD-Hülle, damit das mal klar ist, und dagegen ist wenig einzuwenden. Außer vielleicht, dass Jazz inzwischen natürlich und erfreulicherweise ein großes, weites Wort ist für einen enormen stilistischen Einzugsbereich und für vielgestaltige Traditionsprozesse …

Hans-Jürgen Linke, Jazzthetik, Juni 2006 pdf

Eine imponierende Rückkehr – Manfred Bründl

Franz Liszt war es, der die Idee hatte von einer Musikschule, die über das Gefügte hinausweisen sollte. Heute trägt sie seinen Namen und steht mitten im klassischen Revier zu Weimar, dort wo Bildungsbürger und Kulturtouristen an der Route ihres Baedeker entlang schnüren …

Jazzpodium, Mai 2006 pdf

Manfred Bründl's Silent Bass – Respect

Wenn ein Bandleader, der Bass spielt, seine Gruppe “Silent Bass” nennt, und zugleich extrovertierte und expressive Mitmusiker um sich schart, dann zeugt dies von Souveränität und Einfühlsamkeit gleichzeitig. Dem Bassisten Manfred Bründl ist beides zueigen.

The JazzPages, Mai 2006 pdf

And All That Jazz

Mention the beautiful german city of Weimar and all kinds of musical and literary associations are conjured up. Johann Sebastian Bach was leader of the court orchestra here for a time. Franz Liszt lived here, too – from 1842 to 1861 – being appointed permanent Kapellmeister. The poets Goethe and Schiller were residents …

Carlos Mariá Solare, Double Bassist, No. 7 Autumn/Winter 1998 pdf

Wo ist das Werk? Manfred Bründls Art Ensemble

Bei der Suche nach einer neuen Polyphonie um 1920 stand bei Komponisten wie Darius Milhaud oder Paul Hindemith nicht nur eine Rückbesinnung auf barocke Linienempfindung Pate. Auch die als entfesselt empfundene Rhythmik und das Improvisieren mehrerer Instrumente gleichzeitig in der Jazzmusik … beeinflussten nachhaltig das Kompositionsideal des europäischen Neoklassizismus…

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Dezember 1996 pdf

Internationale Sommerkurse 1995 in der Akademie Remscheid

Jazz & Rock pur. “Soundvariations”, so das Motto der diesjährigen Sommerkurse für Jazz & Rock, die viele MusikerInnen in ihren Bann zogen. … Anschließend spielten beide mit Zach Danziger und Manfred Bründl im Quartett Jazz-Standards und Eigenkompositionen. Eine tiefere innere Unruhe bescherte …

Jazzpodium, 1995 pdf

Musikalisches Triptychon Bründl-Stańko-Riessler

Manfred Bründl ist ja schon seit geraumer Zeit dafür bekannt, daß es ihm immer wieder gelingt, in ihrer musikalischen Ausstrahlung überraschende Formationen um seinen markanten Baß zu gruppieren. Nach “Brüma Brüma”, “Basslab” und anderen Gruppen präsentiert er sich …

Jazzpodium, März 1994 pdf

Albert Mangelsdorff

Ich habe Manfred durch unser gemeinsames Musizieren in verschiedenen Konstellationen als einen versierten Kontrabassisten, Bandleader und Komponisten schätzen gelernt.

Seine intuitiven improvisatorischen Fähigkeiten, präzise Rhythmik, sichere Intonation, sein Einfallsreichtum, seine stilistische Flexibilität zwischen zeitgenössischem Mainstream und Avantgarde, und seine persönliche Integrität machen ihn zu einem begehrten Mitspieler.

Albert Mangelsdorff

Prof. Dr. Ekkehard Jost

In Zusammenarbeit mit herausragenden Musikerpersönlichkeiten wie Albert Mangelsdorff, Tomasz Stanko, Barry Altschul, Charlie Mariano, u.a. profilierte sich Manfred Bründl als international anerkannter Künstler, dessen kreative Fähigkeiten als improvisierender Musiker ebenso hoch geschätzt werden wie seine Arbeiten als Komponist.

Prof. Dr. Ekkehard Jost

Wolfram Knauer

Wie andere bedeutende Jazzmusiker der vergangenen Jahre hat Bründl einen Weg gefunden, der dem Ideal des oft missverstandenen Third Stream der 50er Jahre nahe kommt …

In seinen Konzerten und Aufnahmen hört man einen Jazz-Solisten mit ausgesprochen europäischem Selbstbewußtsein. In seiner Musik aber steht darüber hinaus immer wieder jenes Moment im Vordergrund, das den Jazz vor allem ausmacht: die spontane musikalische Kommunikation mit seinen Mitmusikern.

Dr. Wolfram Knauer, Jazz-Institut Darmstadt

Bert Noglik

Tiefsinnig und mit Gefühl, fast schon tänzerisch. Harmonisch bedarf es keinerlei Erklärung. Neue Musik im wahrsten Sinne des Wortes, aber stets spielerisch.

… Manfred Bründl zählt seit vielen Jahren zu den wichtigen Bassisten der deutschen und europäischen Jazzszene. Der Bassist weitet den Blick, schaut vom Jazz aus auf die Künste. Was zählt ist Persönlichkeit, Unverwechselbarkeit, Profil, Signatur, Signifikanz. Die persönliche Porträtgalerie des Bassisten gleicht einer künstlerischen Konfession. Im Spiel des Quartetts geht es kaum um das Zitat oder die lautmalerische Vergegenwärtigung, sondern um die Substanz, die Atmosphäre, die geistigen Dimensionen … Silent Bass bedeutet ja nicht, dass der Bass unhörbar wäre. Er ist nur das vergleichsweise stille Instrument, das die Basis schafft – zusammenhaltend und solistisch hoch fliegend.

Dr. Bert Noglik

Frankfurter Allgemeine

Er ist ein großartiger Jazzmusiker, einer, der sich nicht in die vorderste Reihe drängt, das widerstrebt seinem Naturell. Aber er gehört zweifellos dorthin.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Harald Rehmann, Deutschlandfunk

Wahre Jazzkreative geben sich nie mit ihrem bisher Erreichten zufrieden, sondern forschen unablässig nach Erweiterung ihrer musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten. So auch der Kontrabassist Manfred Bründl. Hatte er mit seinem Quartett “Silent Bass” zuvor noch eine komplexe, vielschichtige und zum großen Teil an zwölftonalen Strukturen orientierte Kompositorik an den Tag gelegt, so sorgte er letzten Herbst für eine Überraschung – mit einem Album, mit dem Bründl weit in den Bereich treibender “Grooves” hineingeht.

Das liegt nicht nur daran, dass Achim Kaufmann neben dem Flügel das gute alte Fender Rhodes E-Piano spielt. Auch Saxophonist Hugo Read gibt sich in seinen intensiven Soli geradezu dionysisch. Der Vierte im Bunde von “Silent Bass” ist kein Geringerer als Jonas Burgwinkel, der in allen perkussiven Kontexten versierte Shooting Star unter den deutschen Jazzschlagzeugern. Aus den stilistischen Schnittfeldern und Reibungsflächen ergeben sich hier jedenfalls zahlreiche Überraschungsmomente und Reizpunkte.

Harald Rehmann, Deutschlandfunk

Jazzthetik

Entstanden ist etwas wie ein Zyklus diesseitiger Sakralmusik, ein spiritueller Entwurf voller Gedanken an und über eine bessere Welt. Keine jugendlich-kühnen Utopien, sondern eine Sammlung lange gereifter Gedankengänge, die nachzuvollziehen die Musik mit ihrer Verbindung aus individueller Präsenz und Perfektion einlädt.

Jazzthetik

Jazzpodium

Das ist ausgesprochen klug konzipiert, durchaus auf Risiko gespielt, hat Power und kühne Komplexität. Weil die Musiker viel Spaß am Spiel haben, behält das eine überspringende Vitalität, die nicht nach Kopfgeburt klingt, sondern frisch, unverbraucht und nuanciert.

Jazzpodium

Jazz-Zeitung

Bründl scheint ganz tief hineinzuhören in die Töne, die seine Finger gerade dem Bauch des Basses entlocken, die jedem einzelnen davon Raum und Persönlichkeit geben, indem sie andere weg lassen, weil diese nur die Kraft der wichtigen Töne schmälern würden. Die Kunst des Weglassens.

Jazz-Zeitung

The Jazz Pages

Wenn ein Bandleader, der Bass spielt, seine Gruppe SILENT BASS nennt, und zugleich extrovertierte und expressive Musiker um sich schart, dann zeugt dies von Souveränität und Einfühlsamkeit gleichermaßen. Dem Bassisten Manfred Bründl ist beides zueigen.

The Jazz Pages

Respect

An incredible mixture of styles and feels that will be of interest to any serious listener. Manfred Brundl has put together a really exciting project that covers the gamut of jazz today with an excellent band.

David Liebman

Respect

A set of intriguing compositions with masterful and beautifully interactive playing from the whole group.

Norma Winstone

Tomasz Stańko

I recommend this CD. There is a lot to listen to!

Tomasz Stańko

Crosshatched

Manfred Bruendl signs here an original record where the watchwords are: research, expressivity, radicalism.

Behind his double bass or through his writing, he succeeds in creating spaces that captivate us by their expressive power and their contemporary colours. These spaces are often centred mostly on tension as well as on an asserted and natural anti-routine willpower.

In his humble and generous role of the bass player serving the group and with the authority of the great ones, he leads with precision and sensitivity musicians that, like him, know how “to tell” but, for this path, choose the healthy questioning of the creator as to what is indispensable and what is superfluous. Intelligent. Deep.

Riccardo del Fra, Paris, December 2005

Albert Mangelsdorff

I got to appreciate Manfred as a very versatile bass player, band leader and composer by playing together with him in various bands. His intuitive improvisational abilities, precise feeling for rhythm, good intonation, creativity, stylistic flexibility between contemporary mainstream and avant-garde as well as his personal integrity make him a popular player.

Albert Mangelsdorff